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Rückblick Kampagne #RespectDiversity

Am (vorläufigen) Ende unserer Kampagne #RespectDiversity, blicken wir auf eine sehr ereignisreiche, motivierende und inspirierende Zeit zurück. Selten haben bei Amnesty International Österreich ehrenamtliche und hauptamtliche Menschen so intensiv und erfolgreich zusammengearbeitet. Für uns von Queeramnesty war die Arbeit sehr produktiv, da wir viele Ressourcen durch das Office und die Menschen, die dort arbeiten nutzen konnten. Und auch für AI Österreich haben sich neue Initiativen aufgezeigt, die hoffentlich für weitere Projekte genutzt werden. AI Österreich ist nun mit Sicherheit auch in der LGBTI-Community und mit den relevanten Themen wesentlich bekannter geworden.

Auftakt war unser Infostand und die Mitmachaktion beim Rap Against Festival am Karlsplatz Ende April, wo wir mit unserer Kampagne zum ersten Mal an die Öffentlich gegangen sind. Dort konnten wir auch erstmals unsere Kernforderungen verbreiten.

Zwei Wochen später, folgte mit der Fotoaktion auf der Mariahilfer Straße unsere 2. größere Straßenaktion. Die Selfies mit den Slogans „#RespectDiversity“ sowie „Intoleranz macht schiach“ wurde durchwegs positiv, das Angebot der Fotoaktion knapp 150 Mal angenommen. Den vorbeiziehenden Menschen war es wirklich ein Anliegen, die Botschaft zu verbreiten. Auch unsere UA, über Elena Klimova konnte dabei unter die Menschen gebracht werden. Weiters konnten unsere Kernforderungen zum Thema LGBTI Rechte in Ö, in der EU und in Europa, die speziell für die Kampagne überarbeitet wurden, inhaltlich dargelegt und den Menschen nahe gebracht werden.

Im Anschluss daran war am Abend die Idahot Party anlässlich des International Day against Homo- and Transphobia. Mit 2 tollen Bands und DJanes konnte bis in die Morgenstunden getanzt und auf Menschenrechte aufmerksam gemacht werden. Mit einem Quiz haben wir auch hierbei versucht, unser Thema inhaltlich zu verbreiten.

Die nächsten Tage kamen unsere internationale Gäste, John Jeanette Solstad und Vladimir Simonko in Wien an und standen bei unseren zahlreichen Journalist*innentermine Rede und Antwort. Es kam zu sehr spannenden Gesprächen, wie beim „Meet and Greet“ am Montagabend bewiesen wurde. Auch weitere Menschen, nationale und internationale Aktivist*innen, z.B. Dan Savage (Begründer der Kampagne „it gets better“), Anastasia Lopez und Eva Prewein („Küssen im Prückl“), Eva Fels (Mitbegründerin von TransX) haben in unserem Menschenrechtscafe Interviews gegeben. Aufgrund des hohen Interesses am ESC war die Anzahl der Journalist*innen begrenzt, durch den unermüdlichen Einsatz der hauptamtlichen Pressesprecherinnen wurde dies aber durch Mediengespräche im Vorfeld und individuell abgehaltene Interviews ergänzt.

Der Round Table, der am Dienstag im Büro abgehalten wurde, konnte inhaltlich nochmals einen Schwerpunkt beim Thema Transgender setzen, da wir mit Eva Fels und John Jeanette Solstad sehr charismatische Aktivistinnen hatten. Queeramnesty konnte ihre Anliegen auch sinnvoll erläutern. Mit der Kernforderung zur Öffnung der Ehe und der EP für alle Menschen, möchten wir endlich Gleichberechtigung auf der ganzen Linie schaffen. Auch das sogenannte Levelling-up ist längst überfällig. Wie wir aber wissen haben wir leider vor Kurzem erneut durch die ÖVP eine Abfuhr erteilt bekommen. Umso wichtiger dass es uns gibt!

Die Podiumsdiskussion am Mittwoch hat gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit mit lokalen NGOs (z.b. queerconnexion, TransX) und Verbänden passt. Beim Thema „Diskriminierung im Alltag“ waren sich alle anwesenden Aktivist*innen einig und es herrschte eine sehr angenehme Stimmung. Mensch merkt dabei immer wieder, dass die Ressourcen durch Kooperationen multipliziert werden können.

Die Enthüllung unseres Mosaiks war ein sehr berührender Moment. Es war sehr beeindruckend, die vielen Fotos (es wurden über 1000! Fotos gemacht) auf der Häuserwand des Amnesty Büros zu sehen. Ein anschließendes Ausklingen im Office hat auch einige Aktivist*innen von anderen NGOs in das Büro geholt und selbst bei späterer Stunde wurden bereits weitere Pläne für die Zukunft geschmiedet.

Die letzte Veranstaltung war die Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion, gemeinsam mit Migay und TRWLA (to russia with love austria) am Freitag, bei welcher über die Situation in Russland bezüglich des Antipropagandagesetzes heiß diskutiert wurde. Beigetragen dazu haben auch mehrere Russ*innen, die beim Filmabend anwesend waren und aus direkter Betroffenheit erzählen konnten.

Auch unsere Online-Präsenz ist während der Kampagne stark aufgewertet worden. Wir haben wieder eine aktualisierte und funktionierende Webseite, mit neuem Design, eine stark erhöhte Facebook-Präsenz, einen neuen Twitteraccount @aidiversity und haben ein neues Tool, die Social Wall von #RespectDiversity mit unseren Fotos bespielt. Für die Kampagne wurden von uns auch eigene T-Shirts designt, welche sehr gut angekommen sind. Eigene Buttons und Sticker mit den Slogans: „Jesus, Mario und Josef“, „Queeroant*in“, „Halt die Stellung…mit Queeramnesty“ sowie natürlich „#respect diversity“ wurden produziert und finden reißenden Absatz. Hoffentlich auch in den Juni Aktionen mit Pride Village und Regenbogenparade. Wir hatten sogar Anfragen aus Freiburg und wurden gebeten welche zu schicken!

Insgesamt darf gesagt werden, dass wir nicht nur vom Office, sondern auch von vielen anderen NGOs zahlreiche Komplimente für unsere professionelle Arbeit und Kampagne erhalten haben und zum ESC den starken inhaltlichen Schwerpunkt gesetzt haben, den wir uns vorgenommen hatten.

mosaik